Kletterfahrt nach Arco (30.Mai bis 2. Juni 2013)

Während Mering am Fronleichnamswochenende im Dauerregen versank, verbrachten fünf Jugendliche vier wunderschöne Tage in Arco am Gardasee. Um dem Ferienstau zu entgehen, brachen wir schon um 4:30 in Kissing auf um in Baindlkirch und München die restlichen Teilnehmer abzuholen. Nach einer (bis auf die Mautstellen) störungsfreien Fahrt sind wir schon um 10 Uhr auf unserem Campingplatz angekommen. Unser Zuhause für die nächsten Tage, unser „Family Dome“ war auch in null- komma-nix aufgebaut, sobald wir den Unterschied zwischen den „langen Roten“ und den „kürzeren silbernen Stangen“ erkannt haben und nach fünfmaligem hin und her schieben stand das Zelt auch endlich auf dem perfekten Platz, so dass wir schon mittags zum ersten Programmpunkt aufbrechen konnten.
Der Colodri-Klettersteig beginnt direkt überhalb des Campingplatzes und ist trotz kleinem Regenschauer zwischendurch der perfekte Einstieg für ein Kletterwochenende. - Sofern man auch wieder runter findet... Der sehr steile inoffizielle Weg war doch so gut markiert, dass man, wenn man weiß, dass es ihn gibt, gut danach suchen kann. Schließlich wanderten wir entlang einem Kreuzweg durch einen wunderschönen Olivenhain zurück in die bezaubernde Altstadt von Arco, wo wir für unser Abendessen einkauften und die verwinkelten Straßen, die schöne Fußgängerzone und die vielen Kletterläden bestaunten.
Auch das Wahrzeichen von Arco haben wir natürlich nicht übersehen. Also machten wir uns am Spätnachmittag nochmal auf, um die Burg auf dem Berg zu besuchen. Leider war es für eine Besichtigung schon zu spät, weshalb wir uns in den dazugehörigen Park setzten und die Aussicht genossen. Nach dem selbst gewürzten Abendessen am Campingplatz stellten wir noch einige Studien an zu der These, dass die Corioliskraft beeinflusst, auf welcher Seite man von der Slackline fällt, bevor wir nach einem sehr langen Tag endlich schlafen gingen.
Am Freitag morgen standen wir wieder früh auf um den ganzen Tag zum Klettern nutzen zu können. Welch guter Plan, den auch viele andere hatten... Mit einigen von denen irrten wir eineinhalb Stunden durch den Wald, wo wir Dank schlechter Beschreibung im Führer den Felsen nicht finden konnte. Immerhin konnten wir so den Punkt „Wandern“ von der To-Do-Liste streichen. Glücklicherweise hat Kilian, der mit seiner Familie ebenfalls hier im Urlaub war, seine Jugendleiter erlöst und zum richtigen Felsen geführt. Mit grandioser Aussicht auf den Gardasee sind wir dann immer noch sechs Stunden am Felsen „Regina de Lago“ geklettert, wo wir uns an Ein- und Mehrseillängen-Routen im fünften bis sechsten Schwierigkeitsgrad auspowern konnten. Sehr zufrieden von unserem Klettertag genossen wir also am Abend unser hoch verdientes Essen in der Pizzeria und gönnten uns danach in der besten Eisdiele von Arco einen halben Liter Eis.
Auf einen Tipp von Familie David hin planten wir für Samstag Vormittag den Klettersteig „Ferrata Rio Sallagoni“ bei Drena. Beim Einstieg in die enge Schlucht taucht man ein in eine andere Welt. Fasziniert von der Natur kletterten wir knappe zwei durch ein „Dino-Abenteuerland“, balancierten über Seilbrücken und wanderten am Wasser entlang hinauf zum Castello von Drena. Von oben genossen wir die Aussicht und ruhten uns in der Sonne aus. Leider konnten wir aus finanziellen Gründen auch diese Burg nicht besichtigen (alle Geldbeutel lagen im Auto) also machten wir uns wieder an den Abstieg um uns in Torbole am See mit einem Bekannten zu treffen. Leider war es zum Baden zu kalt, also begnügten wir uns damit am Ufer Brotzeit zu machen und die vielen Surfer zu beobachten. Doch schon bald wollten wir wieder Action und machten uns auf den Weg zum nächsten Felsen. Auf der Fahrt zum „Massone“ konnte Martin uns beweisen, dass nicht nur Italiener durch ihre engen Straßen fahren können, sondern auch unser VW-Bus da durch kommt, auch wenn rechts und links von den Spiegeln nur noch 2mm Luft waren. Als wir am Parkplatz des Felsens angekommen waren erkannten wir an der Größe der anderen Autos, dass es noch einen anderen Weg dort rauf geben musste, den wir beim Rückweg auch nahmen. Der Felsen, den wir ausgesucht hatten, war mir vielen einfachen Routen mit schön abgespeckten Griffen perfekt zum „Wellnessklettern“ Das Wellnesserlebnis ging am Campingplatz auch noch weiter, als wir für's Abendessen unseren Einweggrill anschmissen. Um den letzten Tag noch ein bisschen nutzen zu können frühstückten wir noch vor sieben und räumten den Campingplatz.
Gleich gegenüber vom Campingplatz gab es noch ein paar Felsen, die um diese morgendliche Uhrzeit natürlich noch komplett leer waren. Also kletterten wir erst an einem Block an dem leider nur 2 Routen in unserem Schwierigkeitsgrad waren und wechselten dann zu einer süßen kleinen Wand mir vielen leichten Routen und großen Rissen. Also grasten wir den Felsen ab bis jeder genug hatte. Um die Mittagszeit traten wir die Heimreise an.
Als wir in Südtirol endlich einen deutschen Radiosender empfingen, erfuhren wir erst, was wir zuhause verpasst haben: Regen, Regen, Regen...

Moni

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